Mit Azamara Journey von Lissabon nach Sevilla

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23. März 2026  Sarah Hamann 
Impressionen

Vom 09. bis 12. März durfte ich an Bord der Azamara Journey eine faszinierende Kreuzfahrt von Lissabon nach Sevilla erleben. Die Reederei Azamara Club Cruises positioniert sich selbst im 5-Sterne Premiumsegment und verspricht ihren Gästen exklusive Reiseerlebnisse.

Das Schiff auf einen Blick

Die Azamara Journey ist mit einer Bruttoraumzahl von 30.277 und einer Länge von 181 Metern ein vergleichsweise kleines Kreuzfahrtschiff. Die geringe Größe ermöglicht es dem Schiff und seinen Schwestern, auch abgelegene Häfen anzulaufen, die großen Kreuzfahrtschiffen verwehrt bleiben. Dieser Umstand, gepaart mit den oft langen Liegezeiten, ist der größte Pluspunkt der Azamara Journey und zieht ein Publikum an, das auf intensive Landerlebnisse Wert legt.

Beim Betreten des Schiffes spürt man sofort die liebevolle und stilvolle Einrichtung. Überall finden sich Kunstobjekte, die ein edles Ambiente schaffen. Allerdings lässt sich das Alter des Schiffes nicht verbergen. Baujahr 2000, wurde die Azamara Journey 2016 umfassend renoviert. Eine weitere umfangreiche Renovierung ist jedoch für 2028 geplant, während das Schwesternschiff Azamara Quest bereits diesen Herbst ins Trockendock geht.

  

Kabinenwahl und Komfort

Meine Außenkabine war gemütlich, zeigte aber ebenfalls altersbedingte Spuren. Bei einer Besichtigung konnte ich eine "Veranda Plus"-Balkonkabine und eine "Club Continental Suite" in Augenschein nehmen. 

 

Letztere ist meine klare Empfehlung: Die Suiten sind nicht nur geräumiger und mit schöneren Bädern ausgestattet, sondern beinhalten auch alle Suite-Annehmlichkeiten, wie kostenloses Dining in den Spezialitätenrestaurants und inklusive WLAN, das im regulären Reisepreis überraschenderweise nicht enthalten ist.

 


Kulinarisches Verwöhnprogramm

Die Gastronomie an Bord ist hervorragend. Ich hatte das Vergnügen, das Spezialitätenrestaurant Aqualina zu testen. Es liegt wunderbar am Heck des Schiffes und bietet von fast allen Tischen einen atemberaubenden Meerblick. Das Essen war köstlich und der Service äußerst aufmerksam. Als Vegetarier war ich besonders beeindruckt von der Rücksichtnahme auf meine Ernährungsgewohnheiten. Obwohl die Zwiebelsuppe auf der Karte vegetarisch wirkte, wies mich der Kellner sofort darauf hin, dass die Brühe tierischen Ursprungs sei – ein Beweis für die Sorgfalt des Personals. In allen Restaurants wurden verschiedene Ernährungsweisen und Allergene hervorragend gekennzeichnet, sei es vegan, gluten- oder laktosefrei.

  

Der Hinweis auf Schildern, dass es die Möglichkeit gibt, auf Wunsch glutenfreie Pizza zu bestellen, ist ein schönes Service-Detail. Das Essen war durchweg abwechslungsreich und bot viele lokale Spezialitäten, passend zu den angelaufenen Häfen. Besonders hervorzuheben ist der Außenbereich des Windows Café, wo man entspannt im Freien speisen oder einen Drink an der Bar genießen kann.
 
 

Inklusivleistungen und Bordleben

Viele Getränke sind bereits im Reisepreis enthalten, sodass sich ein zusätzliches Getränkepaket nur für Premium-Getränke lohnt. An den Bars stehen den ganzen Tag Tabletts mit kostenlosem Wasser und Softdrinks bereit, und die inkludierten Cocktails sind von guter Qualität.

 

Die Unterhaltung an Bord ist eher zurückhaltend, was der entspannten Atmosphäre entgegenkommt. Am Pool findet man Ruhe, ohne aufdringliche Animation. Zahlreiche Rückzugsorte wie die Bibliothek oder der Card Room laden zum Verweilen ein. Lediglich im Living Room kann man abends Live-Musik hören, tanzen oder Karaoke singen.

 

Ein kleiner Wermutstropfen ist das Spa-Angebot: Es ist relativ klein und die Preise für Anwendungen sind meiner Meinung nach etwas teuer.

  

Der "AzAmazing Evening" in Gibraltar

Am dritten Tag in Gibraltar erlebten wir einen der Höhepunkte jeder Azamara-Kreuzfahrt: den "AzAmazing Evening". Diese exklusiven, im Reisepreis enthaltenen Abendveranstaltungen finden an besonderen Orten an Land statt. In unserem Fall war dies die St. Michael's Cave in Gibraltar, wo uns ein beeindruckendes Konzert des Streichorchesters und Chors von Gibraltar erwartete – ein unvergessliches Erlebnis im Kerzenlichtambiente. Die Organisation mit Bussen zum und vom Event verlief reibungslos.

 

Sevilla und das Fazit

Am darauffolgenden Tag fuhren wir den Guadalquivir hinauf nach Sevilla. Auf dem Weg dorthin konnten wir Wildpferde und Flamingokolonien beobachten. Die Möglichkeit, diesen Fluss so weit hinaufzufahren und in Sevilla zwei Übernachtungen zu haben, ermöglichte uns, die unglaublich schöne Stadt intensiv zu erkunden.

   

Diese tollen Häfen und langen Liegezeiten, verbunden mit der geringen Größe des Schiffes, sind mit Abstand der größte Pluspunkt der Azamara Journey. Das Publikum an Bord ist entsprechend entspannt und freundlich, geprägt von Menschen, die etwas entdecken und die besuchten Länder kennenlernen möchten. Wenn das Schiff im Hafen liegt, ist es oft leer, ein klares Zeichen dafür, dass die Gäste die Landausflüge und Erkundungen nutzen. Laute Unterhaltung oder aufdringlichen Service findet man hier nicht.

 

Das Leben an Bord ist äußerst angenehm und komfortabel, das Publikum entspannt, und die Möglichkeit, so besondere Häfen zu erreichen und intensiv zu erleben, macht eine Azamara-Kreuzfahrt zu einem Traum. Ich persönlich würde jederzeit meinen Privaturlaub auf diesem Schiff verbringen!

  

Hier finden Sie weitere Informationen sowie alle Reisen mit Azamara Cruises!

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