Mehr verstehen, bewusster reisen mit Hapag-Lloyd Cruises

30. April 2026  Franziska Unger 
Impressionen

Bewusster unterwegs und mit tieferem Verständnis reisen: Wie Verantwortung und fundierte Expertise die neuen Expeditionen von Hapag-Lloyd Cruises im Indischen Ozean gestalten.

Im Rahmen einer Vorstellungsreihe zum neuen Expeditionsfokus im Indischen Ozean für den Winter 2027/28 stellt Hapag-Lloyd Cruises die Menschen hinter den Reisen in den Mittelpunkt. Dabei geht es um das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Fachkompetenz, persönlicher Einordnung und respektvollen Begegnungen.

Auf insgesamt zehn Routen der HANSEATIC nature zwischen Oktober 2027 und März 2028 – entlang der westafrikanischen Küsten, nach Südafrika, zu den Seychellen und rund um Madagaskar – stehen bewusst gewählte Expeditionen fernab klassischer Wege im Fokus. Ebenso richtet sich der Blick auf die facettenreiche Realität hinter den bekannten Postkartenmotiven tropischer Strände.

Begleitet von interdisziplinären Expertenteams entsteht durch die Verbindung von Naturbeobachtungen und zwischenmenschlichen Begegnungen ein tiefgehendes Verständnis für empfindliche Ökosysteme und kulturelle Zusammenhänge.

Zusammenhänge verständlich machen, Wissen weitergeben und einen respektvollen Umgang mit Natur und Kulturen erlebbar gestalten – dieses Selbstverständnis bildet einen zentralen Bestandteil jeder Expedition von Hapag-Lloyd Cruises.

Im Zuge des neuen Warmwasser-Expeditionsschwerpunkts von Oktober 2027 bis März 2028 führt die HANSEATIC nature in den Indischen Ozean, mit besonderem Fokus auf die Seychellen und Madagaskar. Dabei rücken neben den Reisezielen vor allem der Austausch zwischen Expertenteam, Gästen und lokaler Bevölkerung in den Mittelpunkt.

 

Expertise macht Zusammenhänge sichtbar

Ein interdisziplinär besetztes Expeditionsteam mit bis zu 16 Expertinnen und Experten begleitet jede Reise – darunter Biologen, Geologen, Ornithologen und Ethnologen. Dabei agieren sie nicht nur als Vortragende, sondern als fester Bestandteil des Expeditionserlebnisses und als kontinuierliche Begleiter: bei Zodiacfahrten, Anlandungen, Wanderungen sowie im Austausch an Bord.

So entsteht ein direkter Dialog, der Beobachtungen einordnet und komplexe Zusammenhänge greifbar macht.

„Expedition entsteht nicht durch Inszenierung, sondern durch Begegnung und Verständnis“, sagt Isolde Susset, Managing Director Hapag-Lloyd Cruises. „Unsere Gäste erleben Natur nicht aus der Distanz, sondern im direkten Austausch mit den Expertinnen und Experten an Bord, und genau das macht den Unterschied.“ 

Gerade in tropischen Regionen zeigt sich, wie stark wissenschaftliche Einordnung das Erleben prägt. Was zunächst wie ein typisches Postkartenmotiv erscheint, offenbart sich durch fachkundige Begleitung als komplexes, vielschichtiges Ökosystem.

„Der Indische Ozean ist weit mehr als eine ästhetische Kulisse, er ist ein geologisches und biologisches Juwel“, sagt Biologe Mario Aigner aus dem Expeditionsteam. „Unsere Aufgabe ist es, diese Komplexität verständlich zu machen – etwa zu erklären, warum sich auf Madagaskar eine so außergewöhnliche Vielfalt an endemischen Arten entwickeln konnte oder welche geologischen Prozesse die Inselwelten der Seychellen geprägt haben. Erst dieses Verständnis macht das Erleben wirklich intensiv.“

Zum „Labor der Evolution“ wird Madagaskar – so beschreibt es Aigner – gerade durch seine über Millionen Jahre währende Isolation. Daraus sind einzigartige Lebensräume hervorgegangen, geprägt von einer hohen Endemismusrate, in denen Lemuren, Chamäleons und seltene Pflanzenarten heimisch sind.

Expedition heißt hier nicht nur, diese Besonderheiten zu entdecken, sondern sie im Kontext ihrer Entstehung wirklich zu begreifen.

Eine neue Perspektive eröffnet sich auch auf den Seychellen: Während die bekannten Granitinseln in den Hintergrund treten, rücken vor allem abgelegene Atolle in den Fokus. Zu diesen zählt auch Aldabra – eines der größten gehobenen Korallenatolle der Erde und zugleich UNESCO-Weltnaturerbe –, das unter strengem Schutz steht und nur wenigen Besuchern zugänglich ist.

„Dort erleben wir Natur in einem Zustand, wie er ursprünglich einmal überall existiert haben muss“, so Aigner. „Dieses unmittelbare Erleben bringt eine große Verantwortung mit sich, für uns als Team und für unsere Gäste.“

 Verantwortung als gelebte Praxis

Mit zunehmender Erfahrung wächst auch das Bewusstsein für Verantwortung. Besonders Inselökosysteme wie Madagaskar oder die Atolle der Seychellen gelten als äußerst empfindlich. Anlandungen finden daher in kleinen Gruppen statt und werden stets vom Expeditionsteam begleitet. Routen werden mit großer Sorgfalt geplant und flexibel an die jeweiligen Bedingungen angepasst – im Einklang mit der Natur, lokalen Vorgaben und den Gegebenheiten vor Ort.

„Wir verstehen uns überall als Gäste“, sagt Rehberg. „Unser Anspruch ist es, unseren Fußabdruck so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wertvoll und schützenswert diese Regionen sind.“

Diese Haltung spiegelt sich auch im grundlegenden Konzept der Expeditionsflotte wider: Die drei Schwesterschiffe HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit sind gezielt für Reisen in sensiblen Regionen konzipiert und ermöglichen mit maximal 230 Gästen ein bewusstes Reisen in kleinen Gruppen.

Ergänzt wird dies durch moderne Umwelttechnologien wie SCR-Katalysatoren, die Stickoxide um bis zu 95 Prozent reduzieren, sowie durch optimierte Rumpf- und Propellerdesigns zur Senkung von Emissionen. Bereits seit 2020 setzt die Expeditionsflotte auf schwefelarmes Marine Gasöl mit 0,1 Prozent, zudem sind alle Schiffe für die Nutzung von Landstrom ausgerüstet.

Wissensvermittlung ist zugleich ein fester Bestandteil des Gesamtkonzepts: Im HanseAtrium, dem zentralen Wissenszentrum an Bord, finden täglich Briefings, Vorträge und Zusammenfassungen der Erlebnisse statt.

Die Ocean Academy dient darüber hinaus als Ort der individuellen und interaktiven Wissensvertiefung. Ihre Inhalte, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel entwickelt, ermöglichen vertiefende Einblicke in Ozeanografie, Biodiversität und kulturelle Zusammenhänge. 

Gemeinsames Entdecken statt passives Erleben

„Wir bereiten unsere Gäste gezielt auf jede Anlandung vor und greifen Erlebnisse im Anschluss wieder auf“, erklärt General Expedition Managerin Wilma Rehberg. „Es geht nicht um die Quantität von Eindrücken, sondern um deren Tiefe. So entstehen Erlebnisse, die nachhaltig wirken.“

Im HanseAtrium, in vertiefenden Vorträgen sowie im persönlichen Austausch in kleinen Gruppen oder in der Ocean Academy erhalten Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Beobachtungen einzuordnen und eigene Perspektiven zu entwickeln.

Besonders prägend wirken dabei die gemeinsamen Erlebnisse in der Natur, die das Gesehene unmittelbar erfahrbar machen und den Austausch zusätzlich vertiefen.

„In warmen Regionen muss man sich viele Erlebnisse erarbeiten“, so Rehberg. „Tiere sind oft gut getarnt, Lebensräume komplex. Genau deshalb sind Erfahrung und Expertise so entscheidend und machen die Momente, in denen man etwas gemeinsam entdeckt, umso prägender.“

 Expedition als Haltung

Im Mittelpunkt steht ebenso der Austausch mit der lokalen Bevölkerung, der Wissen und Verständnis gezielt erweitert. Gespräche mit Einheimischen eröffnen Einblicke in Lebensrealitäten vor Ort, gehen über die reine Naturbeobachtung hinaus und erweitern den Blick auf die kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhänge einer Region. So wird die Reise zu einer ganzheitlichen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Zielgebiet. 

„Es geht darum, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Perspektiven und Herausforderungen zu verstehen“, ergänzt Aigner. „Diese Begegnungen sind oft genauso prägend, wie die Naturerlebnisse selbst, weil sie den Kontext sichtbar machen, in dem sich diese Landschaften entwickeln. Dieses ganzheitliche Eintauchen macht Expedition für mich so besonders.“

Ob in den polaren Regionen oder im Indischen Ozean – die grundlegenden Prinzipien bleiben gleich. Für Hapag-Lloyd Cruises definiert sich Expedition nicht über Zielgebiet oder klimatische Bedingungen, sondern über eine Haltung, die auf Wissen, Respekt und einem ausgeprägten Entdeckergeist basiert.

Mit dem Warmwasser-Schwerpunkt im Winter 2027/28 wird dieser Anspruch erstmals konsequent auf tropische Regionen ausgeweitet und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen an Bord, die Beobachtungen in Erkenntnisse überführen und so neue Perspektiven eröffnen.

In dieser Saison vereint Hapag-Lloyd Cruises insgesamt zehn Expeditionen der HANSEATIC nature im Indischen Ozean und ergänzt damit die parallel laufenden Antarktis-Reisen um eine tropische Expeditionsroute. Zu den besonderen Höhepunkten zählen unter anderem:

 

  • Reisebeispiel NAT2725 (08.12.27 bis 20.12.27):  Expedition Seychellen: Premiere – Warmer Winter auf tropischen Inseln.

    Vorweihnachten führt die Reise von Mahé nach Mauritius und verbindet dabei die Inner Islands, das Saint-François-Atoll, die Aldabra-Inseln sowie das Farquhar-Atoll.

    Die Reise ist im PLATIN-Tarif ab € 9.480,- pro Person bei Doppelbelegung buchbar und beinhaltet eine Frühbucherermäßigung bei Buchung bis zum 31.01.2027 sowie das An- und Abreisepaket.
    Weitere Informationen zu dieser Reise finden Sie hier!

  • Reisebeispiel NAT2802 (15.01.28 bis 30.01.28): Expedition Madagaskar: Eines der schönsten Geschenke der Evolution.

    Die Route führt von Mahé nach Mauritius und verläuft dabei entlang der Ost- und Nordküste Madagaskars sowie über Mayotte und Réunion.

    Buchbar ist diese Expedition im PLATIN-Tarif ab € 11.890,- pro Person bei Doppelbelegung, inklusive Frühbucherermäßigung bei Buchung bis zum 28.02.2027 sowie dem An- und Abreisepaket.

    Weitere Informationen zu dieser Reise finden Sie hier!
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